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Wasserer Wiesenbrücke - Neubau/Sanierung
Beschreibung:
Die Wasserer Wiesenbrücke ist aufgrund ihres baulichen Zustands sanierungsbedürftig. Insbesondere die Stahlkonstruktion weist erhebliche Schäden am Korrosionsschutz auf. Besonders rostanfällig sind die horizontal liegenden Knotenbleche im Bereich des Untergurts, an denen der Windverband angeschlossen ist. Das Schadensbild zieht sich über das gesamte Bauwerk und betrifft sowohl die Tragkonstruktion als auch den Unterbau.
Die Brücke wurde ursprünglich für landwirtschaftliche Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 12 Tonnen freigegeben. Im Zuge von Schadensanalysen und wiederkehrenden Brückenprüfungen mussten jedoch Instandsetzungsarbeiten durchgeführt und die Nutzung der Brücke auf den Fuß- und Radverkehr beschränkt werden.
Ziel der Maßnahme ist es, die dauerhafte und sichere Nutzung der Wasserer Wiesenbrücke sicherzustellen. Aufgrund des umfassenden Schadensbildes, der kleinteiligen Konstruktion sowie des sanierungsbedürftigen Unterbaus stellt ein Ersatzneubau gegenüber einer weiteren Instandsetzung die wirtschaftlichere Lösung dar.
Bauwerk und bisherige Maßnahmen:
Die Wasserer Wiesenbrücke hat eine Breite von 3,90 m und eine Spannweite über die Elz von ca. 52 m. Es handelt sich um eine Stahlfachwerkbrücke mit Ober- und Untergurten aus I-Profilen. Der Fahrbahnbelag besteht aus Holzbohlen. Die Anschlüsse der einzelnen Fachwerkstäbe erfolgen überwiegend über Knotenbleche mit Nutverbindungen.
Zur Aufrechterhaltung der Nutzung wurden bereits folgende Maßnahmen durchgeführt:
Notertüchtigung eines Knotenschadens (1 Knoten) im Juli/August 2019
Objektbezogene Schadensanalyse im Frühjahr 2020
Verstärkung von Schadstellen an drei Knotenpunkten im Mai/Juni 2020
Am 05.10.2022 wurde durch das Büro Schönhofer Ingenieure eine Bauwerkshauptprüfung nach DIN 1076 durchgeführt. Durch die umfangreichen Instandsetzungsmaßnahmen konnte der Zustand der Brücke kurzfristig verbessert werden. Diese Maßnahmen waren notwendig, um die Nutzung der Brücke bis zur Umsetzung einer grundlegenden Lösung sicherzustellen, da Planung und Bau mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Aktueller Stand:
Aufgrund der komplexen Sachlage und der besonderen Bedeutung der Wasserer Wiesenbrücke wurde eine Mehrfachbeauftragung in Form von Machbarkeitsstudien durch drei Planungsbüros empfohlen. Als Entscheidungsgrundlage wurden folgende Varianten erarbeitet: Variante „Instandsetzung“; Variante „Neubau angelehnt an die Bestandsbrücke“;ariante „Neubau frei gestaltet“.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien wurden in den politischen Gremien sowie in einem Stadtgespräch in Wasser vorgestellt. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23.04.2024 dem Ersatzneubau der Wasserer Wiesenbrücke zugestimmt.
Dem Vorschlag der Verwaltung, die Variante A „Neubau angelehnt an die Bestandsbrücke“ als Vorzugsvariante auszuwählen, wurde zugestimmt. Ebenso wurde die Beauftragung der Planungsleistungen für diese Variante an das entsprechende Ingenieurbüro beschlossen.
Kosten:
Die geschätzten Gesamtkosten für den Ersatzneubau belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro. Für das Jahr 2026 sind Planungsmittel in Höhe von 100.000 Euro vorgesehen. Im Haushaltsplan 2027 sind 1.000.000 Euro und für 2028 weitere 650.000 Euro eingeplant. Insgesamt wird von einem Investitionszuschuss in Höhe von 800.000 Euro ausgegangen.
Beschlüsse:
- 23. April 2024: Der Stadtrat entscheidet über die bevorzugte Variante
- 16. Mai 2023: Der Stadtrat stimmt der Mehrfachbeauftragung von Planungsbüros zu.
