Aktuelle & geplante Projekte
„Areal Festplatz“ – Fragen und Antworten
Der Emmendinger Festplatz ist eine wertvolle Potenzialfläche für die Emmendinger Innenentwicklung. Aus heutiger Sicht wird die aktuelle Nutzung des Festplatzes als Parkplatz den Anforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung nicht gerecht. Da der Festplatz momentan allerdings ein beliebter Parkplatz für Emmendinger und Emmendingerinnen, sowie für Pendler ist, werden an dieser Stelle die wichtigsten Fragen und Antworten über eine mögliche Bebauung des Platzes beantwortet. Aktuell befindet sich die Stadtverwaltung in einer sehr frühen Planungsphase, kurzfristig ändert sich nichts auf dem Festplatz. Die Bürgerinnen und Bürger sollen an dem Prozess beteiligt werden.
Wie lautet der aktuelle Stand der Dinge?
Der zentral gelegene Festplatz bietet ein hohes Potenzial für die Stadtentwicklung. In Zeiten von Wohnraummangel, Mobilitätswende, demografischem Wandel und Klimawandel ist es die Aufgabe einer Stadtverwaltung zu erörtern, wie die bestehenden Flächen genutzt und entwickelt werden können. Der Emmendinger Stadtrat beschließt deswegen am Dienstag, 29. April, die Aufstellung eines Bebauungsplans für das „Areal Festplatz“. Im April 2026 fand eine Bürgerbeteiligung statt. Alle Bürgerinnen und Bürger von Emmendingen konnten ihre Ideen für den Festplatz einbringen.
Was bedeutet es, dass ein Bebauungsplan aufgestellt wird?
Der Festplatz ist bereits Teil eines Bebauungsplans. Dieser sieht den Festplatz allerdings nur als Parkplatz vor. Die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans ermöglicht, dass der Festplatz auch auf andere Arten genutzt werden kann. Ein konkretes Bauvorhaben wird mit der Aufstellung des Bebauungsplans noch nicht beschlossen.
Wer kam auf die Idee, den Festplatz zu bebauen?
Sowohl innerhalb der Stadtverwaltung als auch unter den Bürgerinnen und Bürgern wurde die Bebauung des Festplatzes immer wieder diskutiert. Seit Mitte der 90er-Jahre gibt es Überlegungen dazu, wie die zentral gelegene Fläche effektiver genutzt werden kann. Zuletzt wurde die Umgestaltung des Parkplatzes 2018/2019 im Stadtentwicklungskonzept „Mein Emmendingen 2035“ diskutiert. An der Erstellung des Konzepts waren die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von Bürgerwerkstätten intensiv beteiligt. 2020 wurde das erste Mal eine konkretere Idee vorgestellt. Der städtebauliche Rahmenplan „An der B 3“ enthält einen Entwurf, der ein gemischt-genutztes Quartier mit einer kompakten Bebauung vorschlägt. Die in den Konzepten dargestellten Ideen werden so nicht umgesetzt, sie dienen als Orientierung für künftige Entwicklungen.
Was entsteht auf dem Festplatz?
Wie der Festplatz irgendwann mal aussehen könnte, das steht noch nicht fest. Die Überlegungen befinden sich noch ganz am Anfang. Der städtebauliche Rahmenplan „An der B 3“ hat 2020 eine erste Entwicklungsperspektive skizziert. Der Entwurf sieht ein gemischt-genutztes Quartier mit einer kompakten Bebauung vor. Gemischt-genutzt heißt, dass Wohnraum, Einzelhandel und soziale Infrastruktur in unmittelbarer Umgebung entstehen. In Emmendingen ist eine Mischnutzung mit Fokus auf Wohnraum zum jetzigen Zeitpunkt am wahrscheinlichsten. Auch Parkflächen wurden mitgedacht, beispielsweise in Form eines Parkhauses oder einer Tiefgarage für die neuen Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers sowie für Besucher der Innenstadt. Wichtig ist: Beschlossen ist noch nichts. Was wirklich auf dem Festplatz entsteht, soll mit Hilfe eines Städtebaulichen Wettbewerbs ermittelt werden. In diesen fließen die Ideen der Bürgerinnen und Bürger ein. Im Mai 2026 wird der Wettbewerb erneut Thema im Stadtrat.
Was ist ein Städtebaulicher Realisierungswettbewerb?
Ein Städtebaulicher Realisierungswettbewerb wird veranstaltet, wenn für ein bedeutsames Gelände im Stadtgebiet Ideen gesammelt werden sollen. Die Stadt Emmendingen ruft den Wettbewerb ins Leben und gibt Kriterien für die Ideenentwicklung vor. In diesem Fall gibt die Stadt vor, dass sich die teilnehmenden Architekten und Planungsbüros an den Überlegungen aus dem Rahmenplan B 3 orientieren. Auch die Fläche, für die Konzepte entwickelt werden, ist vorgegeben. In diesem Fall das Festplatz-Areal, aber auch das Dietsche-Areal. Diese befindet sich zwar nicht im Besitz der Stadt, soll jedoch perspektivisch mitgedacht werden. Der Wettbewerb richtet sich nicht an Bürgerinnen und Bürger, sondern an Architekten und Planungsbüros. Der Stadtrat beschließt in seiner Sitzung am Dienstag, 29. April, einen Wettbewerb auszuloben.
Wie können sich die Emmendinger und Emmendingerinnen an der Planung beteiligen?
Die Bürgerinnen und Bürger werden aktiv in den Planungsprozess eingebunden. Bereits im Rahmen des Städtebaulichen Realisierungswettbewerbs geht die Stadtverwaltung in den Dialog mit den Emmendingern. Die Bürger wurden informiert und hatten im Anschluss die Möglichkeit, sich zu beteiligen: Ideen, Anregungen und Fragen wurden diskutiert und fachlich eingeordnet. Die Ergebnisse dieses Dialogs fließen in die Aufgabenstellung des Wettbewerbs einfließen.
Was sind die nächsten Schritte?
Der nächste Schritt ist die Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs. Die Details werden der Öffentlichkeit im Technischen Ausschuss vorgestellt. Der städtebauliche Werrbewerb wird gefördert. Es handelt sich um das Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen. Die Planungen für das Areal Festplatz befinden sich also momentan noch in einem sehr frühen Stadium.
Was passiert mit den vorhandenen Parkplätzen?
Erstmal nichts, denn die Planung für die Bebauung des Festplatzes befindet sich noch in einem sehr frühen Stadium. Aktuell gibt es auf dem 2,3 Hektar großen Festplatz 135 kostenpflichtige und 360 kostenlose Parkplätze. Diese sind an normalen Tagen nicht vollständig ausgelastet. Bei einer neuen Nutzung des Festplatzes wird das Thema Parken mitgedacht. Es ist beispielsweise eine Tiefgarage oder ein Parkhaus denkbar.
Eine Mögliche Bewirtschaftung des gesamten Parkplatzes war im September 2025 erneut Thema im Hauptausschuss. Denn: Die Parkgebührenordnung wird turnusgemäß im dreijährigen Rhythmus überprüft. Eine Bewirtschaftung des Parkplatzes auf dem Festplatz hätte unter anderem den Vorteil, dass diese eine realistische Grundlage zur Bewertung des tatsächlichen Stellplatzbedarfs schaffen könnte und so auch für künftige städtebauliche Planungen fundieren kann. Im November 2025 hat der Stadtrat eine Gebührenordnung für den Festplatz beschlossen. Ab dem 1. April 2026 kostet das Parken im bislang konstenlosen Bereich zwei Euro am Tag.
Was ist mit der Skateanlage?
Die Skateanlage auf dem Festplatz ist in die Jahre gekommen. Es entsteht aktuell eine neue Skateanlage am Sportfeld. An Stelle der alten Anlage auf dem Festplatz entstehen voraussichtlich 30 zusätzliche Parkplätze.
Was macht die Stadtverwaltung sonst noch für die Innenstadt?
Die Belebung und Gestaltung der Emmendinger Innenstadt ist ein wichtiges Thema für die Stadtverwaltung Emmendingen. Das Projekt "Innen.Raum.Stadt Emmendingen" bietet die Chance, die Entwicklung der Emmendinger Innenstadt ganzheitlich anzugehen und dabei sowohl die Aufenthalts- und Lebensqualität zu verbessern als auch Handel und Gastronomie im Zentrum zu stärken.
Politische Beschlüsse
Weiterführende Dokumente und Links
- Mehr Informaitonen zum Stadtentwicklungskonzept unter: Stadtentwicklungskonzept: Stadt Emmendingen
- Mehr Informationen zum Thema Parken in Emmendingen unter: Parken: Stadt Emmendingen
- Mehr Informationen zur neuen Skateanlage unter: Skateanlage am Sportplatz: Stadt Emmendingen
- Mehr Informaitonen zum Projekt für die Innenstadt: Projekt "Innen.Raum.Stadt": Stadt Emmendingen
Stand: 30. April, 2025
