Stadt Emmendingen (Druckversion)

Emmendinger Radverkehrskonzept

Die Stadt Emmendingen hat sich zur Aufgabe gemacht, die Radwege weiter zu optimieren und das Radverkehrsnetz auszubauen. Da das Fahrradfahren oftmals auf der Fahrbahn sicherer ist als auf kombinierten Geh- und Radwegen, werden zukünftig verstärkt Radfahrstreifen auf der Fahrbahn und Querungshilfen an Kreisverkehren oder Fahrbahnmarkierungen an Kreuzungspunkten eingerichtet.
Das 2014 erstellte Radverkehrskonzept enthält u. a. ein Radwegenetz mit Haupt- und Nebenrouten.

Hier finden Sie die Karte des geplantes Radverkehrsnetzes Emmendingen.

Eine umfangreiche Maßnahmenliste soll Lücken im vorhandenen Radwegenetz schließen, Gefährdungs- und Konfliktpunkte beseitigen und neue Wegebeziehungen ermöglichen.

Zielsetzung des Konzeptes ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit des Radverkehrs und die weitere Steigerung der Attraktivität dieser umweltfreundlichen Mobilität.

Planungen

Kreuzung Kaiserstuhlstraße/Freiburger Straße
Kreuzung Kaiserstuhlstraße/Freiburger Straße
Die Kreuzung Wiesenstraße/Rosenweg vor der Sanierung.
Die Kreuzung Wiesenstraße/Rosenweg vor der Sanierung.

Ende 2016 wurde mit dem Umbau Kreuzung Kaiserstuhlstraße/Freiburger Straße die Radverkehrsverbindung vom Stadtteil Bürkle-Bleiche bzw. dem neuen Baugebiet Ramie in Richtung Stadtmitte ausgebaut.  Mit der Fahrradaufstellfläche vor der Ampel können Radfahrerinnen und Radfahrer entweder direkt über die Brücke in die Stadtmitte fahren oder sicher vor dem Autoverkehr links abbiegen und dann weiter zum Festplatz bzw. auf die Südwestseite des Bahnhofs zu fahren. Ein indirektes Abbiegen über zwei Signalanlagen mit entgegenkommenden Rad- und Fußverkehr wird somit nicht mehr nötig.

Für den gesamten Streckenabschnitt der L 186 (Franz-Josef-Baumgarter-Straße/Kollmarsreuter Straße und Hauptstraße) hat die Stadt eine detaillierte Radverkehrsplanung erstellen lassen, die der Stadtrat schon Ende 2015 beschlossen hat. Da es sich um eine Landesstraße handelt, muss das Land als Straßenbaulastträger weitgehend die Kosten übernehmen. Die Stadt hofft auf baldige Aufnahme in das Radwegeprogramm des Regierungspräsidiums Freiburg.

Im Mai 2018 wurde eine weiterer Baustein des Radverkehrskonzepts umgesetzt: Die Kreuzung Wiesenstraße/Rosenweg im Bürkle-Bleiche stellt eine Schnittstelle im Radverkehrsnetz der Stadt dar und weist ein hohes Radverkehrsaufkommen auf. Deshalb empfiehlt das Radverkehrskonzept einige Verbesserungen an diesem Knotenpunkt.

Es wurden nun neue Fahrstreifen-Markierungen und Aufstellflächen für Radfahrende vor der Ampel geschaffen. Die Markierungen für den Radverkehr sollen dazu beitragen, Fehlverhalten zu minimieren und den Radverkehr am Knotenpunkt sicherer zu machen. Die Ampel wird so angepasst, dass die Hauptrichtung (Wiesenstraße) lange Grün erhält. Die Ampelanlage erkennt aus der Nebenrichtung des Rosenweges frühzeitig alle Verkehrsteilnehmer, d.h. auch den Radverkehr, sodass diese mit sehr kurzen Wartezeiten nur bei tatsächlichem Bedarf Grün erhalten.

Emmendingen besitzt zwei Fahrradstraßen. Was das bedeutet, lesen Sie im Flyer Fahrradstraßen.

Karl-Bautz-Straße
Karl-Bautz-Straße
Neubronnstraße / südliche Markgrafenstraße
Neubronnstraße / südliche Markgrafenstraße

Emmendingen als fahrradfreundliche Stadt ausgezeichnet

Auszeichnung für Emmendingen beim ADFC-Fahrradklima-Test von 2018

Am 9. April 2019 wurden in Berlin die fahrradfreundlichsten Städte ausgezeichnet – basierend auf dem ADFC-Fahrradklima-Test von 2018:

Emmendingen ist mit dem 1. Platz bundesweit als bester „Aufholer“ in Sachen Fahrradfreundlichkeit bei den 20.000 bis 50.000 Einwohner-Städten ausgezeichnet worden.

Bei der Umfrage besonders hervorgehoben wurden die Verbesserungen im Vergleich zum Jahr 2016: Positiv bewerteten die Teilnehmenden, dass Radfahrende in Emmendingen als Verkehrsteilnehmer akzeptiert werden, falsch parkende Autos auf Radwegen kontrolliert werden und das Fahrrad als Verkehrsmittel in jüngster Zeit stark gefördert wurde. Auch das Stadtzentrum sei in Emmendingen gut mit dem Fahrrad erreichbar.

Verbessert werden sollte laut Umfrageergebnis das Angebot an öffentlichen Leihfahrrädern und die Werbung und Berichterstattung zum Radverkehr.

Der ADFC-Fahrradklima ist die größte Umfrage zur Zufriedenheit der Radfahrenden weltweit. 2018 haben rund 170.000 Bürgerinnen und Bürgern abgestimmt. In die Wertung gekommen sind 683 Städte und Gemeinden. Drei Viertel der Befragten sind sowohl Rad-  als auch Autofahrende und kennen somit beide Perspektiven. 

Mehr Sicherheit für Radfahrende

Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, Christian Kessel (Stadt Emmendingen) und Jürgen Holler (Stadtwerke Emmendingen) brachten symbolisch die ersten beiden Aufkleber an einem Stadtbus und einem LKW des Betriebshofs an.

Immer mehr Menschen steigen für alltägliche Fahrten auf das Fahrrad um. Leider hat das auch zur Folge, dass die Unfallzahlen mit Radfahrenden steigen. 2018 entstanden 13 Prozent dieser Unfälle durch Fehler beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren (Quelle: AGFK Baden-Württemberg). Diese Unfälle zählen zu den folgenschwersten für Radfahrende.

Deshalb hat sich die Stadt Emmendingen gemeinsam mit den Stadtwerken entschlossen, die größeren Arbeitsfahrzeuge und alle Stadtbusse mit einem Hinweis-Aufkleber auszustatten, die Radfahrende auf den sogenannten toten Winkel aufmerksam machen. Die Aufkleber sorgen für mehr Verkehrssicherheit und sind von der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußgängerfreundliche Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) speziell für Kleinlaster, Busse und Lkws gemeinsam mit der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg und mit einer Förderung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg entwickelt worden.

Der Aufkleber wird am Heck der Fahrzeuge angebracht und warnt Fahrradfahrer direkt im Verkehrsgeschehen, dass sie sich in den toten Winkel des Fahrzeugs begeben. Die Aufkleber sind auch für Speditionen, Logistiker und Unternehmen mit Fuhrparks gedacht – Emmendinger Unternehmen können diese bei der Wirtschaftsförderin der Stadt Emmendingen, Petra Mörder per E-Mail unter Angabe der Größe (21x21 cm oder 33x33 cm) und der Anzahl anfordern, E-Mail: p.moerder(@)emmendingen.de

http://www.emmendingen.de//themenschwerpunkt-umwelt/umwelt-klimaschutz/radverkehrskonzept/