Neues aus Emmendingen
Grundstein für die Fritz-Boehle-Schule ist gelegt
Der Grundstein für die neue Fritz-Boehle-Schule ist gelegt, die Schülerinnen und Schüler freuen sich und das größte Bauprojekt der Stadt nimmt immer mehr Formen an. Gemeinsam wurde dieser besondere Meilenstein am Freitag, 22. Mai, auf der Baustelle gefeiert. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 3a und 3b der Fritz-Boehle-Grundschule hatten dafür eigens ein Lied gedichtet, das sie vor den anwesenden Baubeteiligten, Stadträten, Vertretern der Verwaltung und Oberbürgermeister Stefan Schlatterer präsentierten.
Bei bestem Wetter nutzten die Anwesenden die Gelegenheit, den aktuellen Baufortschritt zu besichtigen. Bereits sichtbar sind die Bodenplatten für den Keller sowie die seitlichen Fluchttreppenhäuser. Im kommenden Monat werden die ersten Holzelemente für den Neubau geliefert, bevor im Juli der Aufbau beginnt.
Im Anschluss an das Lied wurde eine Zeitkapsel befüllt. Gemeinsam legten Schulleiter Christoph Lahres, Oberbürgermeister Stefan Schlatterer, Fachbereichsleiterin Beate Desenzani und Architekt Frank Heinz einen Bauplan, ein Amtsblatt und eine Zeichnung der Schülerinnen und Schüler in die Kapsel. Die Kinder verschlossen diese anschließend mit Zement. Mithilfe eines Krans wurde sie danach in die Baugrube gehoben und im Grundstein eingesetzt.
Der Neubau der Fritz-Boehle-Schule ist mit rund 30 Millionen Euro das größte Bauprojekt der Stadt Emmendingen. Entstehen wird eine vierzügige Grundschule mit modernen Räumen für Unterricht, Schulkindbetreuung und Schulverpflegung. Hintergrund des Neubaus sind steigende Schülerzahlen, fehlende beziehungsweise nicht mehr zeitgemäße Räume, eine unzureichende digitale Infrastruktur sowie der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab dem Schuljahr 2026/27. Auch die bislang provisorische Unterbringung der Schulkindbetreuung in Containern und der Sanierungsbedarf des bestehenden Schulgebäudes aus dem Jahr 1974 machen den Neubau notwendig. Vor Beginn der Bauphase wurde im Rahmen einer umfassenden Bedarfsplanung untersucht, wie ein zukunftsfähiger Schulcampus gestaltet werden kann. Die Schulgemeinschaft und weitere Campusakteure waren eng in den Planungsprozess eingebunden.
Seit dem Spatenstich im Oktober 2025 hat sich auf der Baustelle viel getan. Anfang 2026 begannen die Erschließungsarbeiten für Strom, Wasser und Abwasser sowie die ersten Erdarbeiten. Im März wurde der Baugrund vorbereitet und stabilisiert, im April folgte die Grundwasserabsenkung für die Arbeiten am Untergeschoss. Aktuell laufen die Rohbauarbeiten im Kellerbereich der neuen Grundschule. Der Abschluss des Gesamtprojekts ist für das Jahr 2027 geplant.


