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Neues aus Emmendingen

Sanierung und Sperrung des Elzdamms zwischen Emmendingen und Teningen

Sanierung und Sperrung des Elzdamms zwischen Emmendingen und Teningen

Sanierung und Sperrung des Elzdamms zwischen Emmendingen und Teningen

In der Woche nach Ostern beginnt das Regierungspräsidium Freiburg (RP) mit der Sanierung des rechten (nördlichen) Hochwasserdamms der Elz zwischen Newarkbrücke und Otto-Rieth-Brücke in Emmendingen. Dieser 1,2 Kilometer lange Abschnitt ist der erste von mehreren Bauabschnitten im Bereich von Emmendingen. Die Dämme sind zwar hoch genug um ein hundertjährliches Hochwasser abzuleiten, aber in ihrem Aufbau entsprechen die 200 Jahre alten Dämme nicht mehr heutigen technischen Anforderungen.

Das RP bittet die Bevölkerung um Verständnis, dass wegen der Bauarbeiten zum Teil Umwege in Kauf genommen werden müssen. Während der gesamten Bauzeit bis voraussichtlich Ende Oktober müsse aus Verkehrssicherheitsgründen der Zugang zum Vorland und zum Hochwasserdamm für Radfahrer und Fußgänger gesperrt werden. Auch auf den Zufahrtswegen sei durch den Baustellenverkehr zeitweise mit Behinderungen zu rechnen. Fußgänger und Radfahrer zwischen Emmendingen und Teningen müssen auf den südlichen Damm ausweichen. Die Otto-Rieth-Brücke werde in der Bauphase nur temporär gesperrt. Ansonsten soll die Brücke die meiste Zeit benutzbar bleiben. Die Bevölkerung werde gebeten zwischen Newarkbrücke und der Brücke an der L114 auf die linke (südliche) Gewässerseite zu wechseln.

Was wird gemacht?

Zur Sicherung des Hochwasserdamms wird eine Stahlspundwand eingebaut, bestehend aus zum Teil über vier Meter langen einzelnen Planken, die eine Spezialmaschine einrammt. Dazu wird zunächst die Dammkrone abgetragen, um der großen, 30 Tonnen schweren Baumaschine ausreichende Standfläche zu bieten. Der Damm wird anschließend wieder auf die alte Höhe gebracht und der Weg wieder angelegt. Von der Stahlspundwand ist anschließend nichts zu sehen, sie endet dann ca. 30 Zentimeter unterhalb des wiederhergestellten Weges. Der wird dann nicht nur breiter sein, sondern auch durch seine neue Oberfläche insbesondere für die Radfahrer spürbar komfortabler sein. Im Abschnitt von der Newarkbrücke bis zur Kreuzung B 3 mit der Straße am Elzdamm kann wegen kreuzender Leitungen keine Spundwand eingerammt werden. Hier erfolgt der Einbau einer speziellen Dichtungsbahn auf der Wasserseite.

Die Dichtungsbahn aus Tonmaterial verlängert die Sickerwege im Damm bei länger anhaltendem Hochwasser. Auch hier wird der Dammkronenweg mit Wegebaumaterial wiederhergestellt und zudem asphaltiert.

Der ausführenden Firma steht nur ein sehr enges Zeitfenster zur Verfügung, da bis Ende August bereits wieder mit der Einsaat der wasserseitigen Grasvegetation begonnen werden muss. Noch vor der Zeit der Winterhochwässer soll sich eine stabile und erosionssichere Vegetation einstellen. Diese Einsaaten werden durch den Betriebshof Riegel durchgeführt. Als Saatgut wird standortheimisches Material verwendet, so dass eine hochwertige und artenreiche Wiederbegrünung gewährleistet ist. Als Ersatz für die unumgänglichen Baumfällungen und Rückschnitt der Hecken wurden bereits Ersatzpflanzungen im Bereich des Reiterhofs in Angriff genommen.

Die Sanierung dieses Abschnitts kostet ca. 1,7 Millionen Euro.

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