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Neues aus Emmendingen

Gedenken an die Reichspogromnacht vor 82 Jahren

Gedenken an die Reichspogromnacht vor 82 Jahren

In der Nacht vom 9. November auf den 10. November 1938 fand im Deutschen Reich der erste, gewaltsame Ausbruch statt, der spätestens zu diesem Zeitpunkt allen sichtbar machte, was die Nazis mit dem jüdischen Bevölkerungsteil vorhatten. In vielen Städten wurden Menschen dazu aufgehetzt, Synagogen in Brand zu stecken und Schaufenster jüdischer Geschäfte einzuwerfen. Jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger wurden bedroht, geschlagen und gedemütigt. Vor 82 Jahren wurde auch in Emmendingen das jüdische Gotteshaus von SA-Leuten und einer aufgewiegelten Meute in Schutt und Asche gelegt. Direkt davor wurde ein Scheiterhaufen errichtet, um das Inventar der Synagoge und des Gemeindehauses zu verbrennen, und damit auch das Wertvollste, die Thorarollen. Dies war einer der dunkelsten Momente in der deutschen Geschichte. Er war damals nur der Anfang von noch Schlimmerem. Viele Emmendingerinnen und Emmendinger schauten damals tatenlos zu. Es gilt, die Erinnerung an diesen schrecklichen Tag wach zu halten und ein Zeichen dafür zu setzen, dass Antisemitismus, Hass und Hetze gegen Menschen nie mehr toleriert werden.

Zum Gedenken an diesen Tag legten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, der Jüdischen Gemeinde, des Vereins für Jüdische Geschichte und des SPD-Ortsvereins ‒ aufgrund der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen zeitlich getrennt voneinander ‒ am 9. November 2020 Kränze und Gestecke am Brunnen des ehemaligen Standorts der Synagoge nieder.